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    Montane Anaconda 18 – Leichter Wanderrucksack im Praxistest

    Einen guten Allrounder der britischen Marke Montane hatten wir nun im Praxistest in den österreichischen Bergen. Blickt man nun unabhängig vom getesteten Rucksack auf die Produkte der Marke, so ist die Produktreihe geprägt von leichtgewichtiger Kleidung und ebenso leichter Ausrüstung für Ultra-Trails, Speedhiking und schnellen Gipfelbesteigungen. Nicht verwunderlich, dass auch der Montane Anaconda 18 deutlich mehr leisten könnte, als ein Dasein als klassischer Wanderrucksack.

    Mit dem Montane Anaconda 18 in den Alpen

    Montane Anaconda 18 im Praxistest

    Montane Anaconda 18 im Praxistest

    Auf mehrtägigen Touren oder auch nur bei Tagesausflügen in den Alpen mag man es gleichermaßen leicht auf dem Rücken. Mit seinen 636 g fällt der Anaconda 18 sozusagen nicht ins Gewicht, denn er ist solo schon recht leicht und auch wenn man bei seinen 18 Liter prinzipiell nicht in Versuchung geraten könnte, so würde man auch voll beladen den Rucksack gut tragen können. Auf robuste Materialien muss man aber auch hier nicht verzichten, denn der RAPTOR TL Stoff wirkt schon allein deutlich robuster, als die üblichen Rucksackmaterialien, desweiteren hat der Rucksack noch Stoffverstärkungen aus RAPTOR UTL.

    Montane Anaconda 18 im Praxistest

    Montane Anaconda 18 im Praxistest

    Beim Lakeland 100, einem Rennen wo man den Rucksack wahrscheinlich in seiner wahren Bestimmung sehen könnte, wird man wohl im Innern eine andere Ausrüstung vorfinden. In unserem Modell bzw. auf unseren Touren bot der kleine Wanderrucksack genügend Platz für Regenjacke, warmen Midlayer, Trinksystem, Sitzkissen und Proviant. Taschen am Hüftgurt sucht man hier leider vergeblich, aber mit der RV-Tasche im Innern kann man sich bzgl. des Kleinkram auf Tour gut arrangieren. An den Seiten des Rucksack findet man beim Montane Anaconda nur auf einer Seite eine elastische Außentasche (GRANITE STRETCH), die andere Seite wiederum bot bei uns im Praxistest durch zwei der vier Kompressionsgurte eine gute Halterung für unsere Z-Poles, so dass man eine Verstaumöglichkeit auch an dieser Seite in der Praxis nicht vermisst hat. Normale Wanderstöcke kann man natürlich auch weiterhin auf der Front befestigen, wobei eben die heutigen ZPoles, womit inzw. immer mehr wandern gehen, leider für die klassische Trekkingstock-Halterungen der Rucksäcke zu kurz wären. Schade eigentlich, denn der Montane Raptor 18 bietet sogar eine ummantelte Schlaufe, in der sogar die klassische Eisaxt ohne Schaden mitgeführt werden kann.

    Montane Anaconda 18 im Praxistest

    Montane Anaconda 18 im Praxistest

    Seine sportliche Seite zeigt der Montane Anaconda sehr offen an zwei Punkten. Gerade mit Blick auf die Energyriegel in der Innentasche kann man den Rucksack in der Laufbewegung gut vor die Brust nehmen und über die große „Toploader“ Öffnung den Rucksackinhalt außerordentlich gut einsehen. Den Deckel bzw. zugleich auch die Front, hat man mit dem Bügel dabei gut in der Hand und kann so mit der anderen Hand die RV-Tasche öffnen und beliebigen Inhalt aus der RV-Tasche oder dem Rucksackinnern entnehmen. All dies ohne irgendwo den Rucksack abzustellen, Pause zu machen oder eben mit anderen Worten Zeit einzubüßen. Beim Wandern ist dies natürlich weniger von Bedeutung, aber auch hier mag man nicht gern Zeit verlieren, wenn es regnet und die Regenjacke sich noch im Rucksack befinden würde. Auf den Geschwindigkeits- und Mehrtages-Ultras, den Ausdauerwettkämpfen, beim Klettern oder eben den Trails in den Bergen mag man darüber hinaus nicht gern aus dem Rhytmus kommen und so wirkt der Montane Anaconda 18 auch sehr durchdacht. Der zweite Punkt, der seine sportliche Seite offenbart ist der Verschluss vom Brustgurt, denn hier hat man keine fummelige Schnalle, sondern ein sehr leichtes Clipsystem, dass vielleicht beim ersten mal etwas gewöhnungsbedürftig, spätestens beim zweiten mal alles bisherige in den Schatten gestellt hat. Mittels Kordel am Clip und „Führung“ könnt ihr den Verschluss mit einer Hand spielend einfach öffnen und lösen. Auch hier sieht man wieder den Gedanken, dass man unterwegs seinen Bewegungsablauf nicht wegen so einer Tat unterbrechen soll.

    Montane Anaconda 18 im Praxistest

    Montane Anaconda 18 im Praxistest

    Eine kleine Besonderheit gibt es in Form der Größe, denn es gibt sie eigentlich nicht, die Auswahl zwischen Rückenlänge und dergeleichen. Beim MONTANE® Rucksack habt ihr eine Universalgröße und die Active Mountain Passform, wobei diese im Test sowohl bei einer 1,70m großen Dame, wie eben auch bei einem 1,90m großen Kerl keinen Unterschied im Komfort ausgemacht hat. Tragen konnte man den Rucksack dank seines kompromisslosem Comfort-Rückenpad tagelang und über jeden Gipfel.

    Montane Anaconda 18 im Praxistest

    Montane Anaconda 18 im Praxistest

    Fazit

    Der Montane Anaconda 18 konnte auf ganzer Linie überzeugen, bei der nur die fehlende Regenhülle etwas den überschwenglichen Eindruck trübt. Mit einer DWR-Beschichtung ausgestattet, hält der Rucksack zwar leichten Nieselregen stand, wird man mit der Nässe oder stärkerem Regen länger konfrontiert, so ist dann auch eine Regenhülle zum Schutz des Rucksackinhalts notwendig.

    Montane Anaconda 18 im Praxistest

    Montane Anaconda 18 im Praxistest

    Wie man den Rucksack nutzen mag, das bleibt natürlich vollkommen Euch überlassen. Beim Wandern in Österreich konnte der Montane Anaconda 18 sich von seiner besten Seite zeigen und das tat er auch. Zu einer Tageswanderung passt auch das Volumen des Rucksack optimal und wer seine Regenjacke stets griffbereit haben mag, dem bietet Montane noch die Möglichkeit, mit einer mitgelieferten elastischen Kordel die Front des Rucksack zu bestücken. In dem so entstehenden Netz könnt ihr dann wiederum auch später die nasse Regenjacke verstauen oder andere Gegenstände einklemmen.

    Alle Bilder in der Galerie

     

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    Montane Anaconda 18 – Leichter Wanderrucksack im Praxistest Wanderredaktion | Endlich-Outdoor.de

    Praxistest

    1. Eindruck
    Gewicht
    Bedienbarkeit
    Preis
    Features

    Summary: Der Montane Anaconda 18 konnte auf ganzer Linie überzeugen, bei der nur die fehlende Regenhülle etwas den überschwenglichen Eindruck trübt. Mit einer DWR-Beschichtung ausgestattet, hält der Rucksack zwar leichten Nieselregen stand, wird man mit der Nässe oder stärkerem Regen länger konfrontiert, so ist dann auch eine Regenhülle zum Schutz des Rucksackinhalts notwendig.

    4.1

    Raumwunder

    Bergzeit.de

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